








Der Bartender & Connaisseur Blog rund um die Themen Barkultur, Spirituosen und dem GSA-Land










Die »Coffee and Spirit Competition«, wurde als Homage an den Irish Coffee geboren und dient der Verknüpfung der Tätigkeiten von Baristen und Barkeepern. Beide Berufsgruppen sind gleichermaßen aufgerufen, an diesem Wettkampf teilzunehmen, um in den Disziplinen »Irish Coffee« und einer zweiten warmen oder kalten Kaffeekreation mit Alkohol ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Die Teilnehmer haben 8 Minuten Zeit für die Zubereitung zweier identischer Irish Coffees und zweier alkoholischer Signature-Drinks (Eigenkreationen). Der Signature Drink soll so individuell sein wie eine Unterschrift des Baristas. Wichtig ist dabei, dass der Kaffeecharakter des Getränks klar erhalten bleibt und auch die anderen Zutaten herausgeschmeckt werden können.
Die Stoppuhr wird gestartet, wenn der Teilnehmer dem Hauptjuroren den Start seiner Präsentation deutlich und klar erkennbar mitteilt und dies vom Hauptjuroren bestätigt wird. Die Zeit wird gestoppt wenn das letzte Getränk dem letzten Juror serviert wurde. Dem Teilnehmer stehen acht Minuten zur Verfügung um seinen Arbeitsplatz vorzubereiten. Diese acht Minuten schließen das Testen der Espresso-Maschine, Einstellen der Mühle und Vorbereiten aller Werkzeuge und Zutaten für die Getränke mit ein. Es dürfen weder Kaffee noch Milch im Voraus vorbereitet werden. Der Teilnehmer hat acht Minuten Zeit, um die vier Getränke zuzubereiten. Diese acht Minuten schließen die Vorbereitung aller Elemente für die Oberflächendekoration der Getränke mit ein. Anschließend hat der Teilnehmer acht Minuten Zeit, um seinen Arbeitsplatz zu reinigen und aufzuräumen.

Das ist eine sehr gute Gelegenheit für Euch den Titel Deutscher Barista-Meister 2012 zu erwerben! Und das als Bartender ! Der deutsche Meister wird dann für Deutschland bei der Barista Weltmeisterschaft starten. Also ihr habt jetzt noch genau einen Monat Zeit euch einen kreativen Drink mit Kaffee auszudenken.
Deutsche Barista Meisterschaft 2012
im
Congress Center Rosengarten
Rosengartenplatz 2
68161 Mannheim
Hier gehts zu Anmeldung: >>>>>> www.scae.de
Bis Bald und viel Glück Olaf
Text- und Bildquelle: www. scae.de




Neukölln hieß bis 1912 noch Rixdorf und war seit 1435 im Besitz von Berlin-Cölln. Am 1. April 1899 wurde Rixdorf zur Stadt erhoben und im November desselben Jahres wurden vom Magistrat Mittel zur Schaffung eines Stadtwappen bereitgestellt. Es wurden 25 Entwürfe wiederholt beanstandet, bis man sich auf eine Wappen einigen konnte. Die Symbole des Wappens erklären die historische Ortsentwicklung.
Es zeigt im unteren roten Feld das Johanniterkreuz in Silber. Der Johanniterorden war mit seinen Hof Richardsdorf Gründer der Siedlung. 1360 wandelten sie ihren Hof in eine Dorfgemeinde um, das spätere Rixdorf. Der Johanniterorden wird also durch das Johanniterkreuz symbolisiert.
Rechts oben in silbernem Feld sehen wir den roten, golden bewehrten brandenburgischen Adler. Berlin-Cölln erwarb 1435 Rixdorf vom Johanniterorden. Der Besitz durch Berlin-Cölln, aber auch die Lage innerhalb der Cöllnischen-Wiesen, wird durch das Wappen Cöllns, den brandenburgischen Adler, symbolisiert.
Links oben in schwarzem Feld sieht man einen silbernen Hussitenkelch. König Friedrich Wilhelm I. ließ 1737 böhmische Kolonisten auf dem Schulzengut ansiedeln, woraus die selbstständige Gemeinde Böhmisch-Rixdorf hervorging. Rixdorf wurde zu Deutsch-Rixdorf. 1873 erfolgte die Vereinigung der beiden Gemeinden. Der Hussitenkelch steht symbolisch für die böhmische Kolonisten.
Auf dem Wappen ruht eine dreitürmige Mauerkrone, in deren Mitte sich ein Stadttor befindet. Die Mauerkrone, die bereits im 18. Jahrhundert Eingang in die deutsche Heraldik fand, symbolisiert das Stadtrecht.
Bevor das Wappen die königliche Genehmigung bekam, mussten noch die Felder umgestellt werden, so daß sich die Landesfarben des Deutschen Kaiserreiches Schwarz-Weiß-Rot ergaben. Das Wappen wurde durch königlichen Erlass der Stadtgemeinde am 29. Mai 1903 verliehen.
Aber kommen wir zurück zum legendären Treiben in Rixdorf:
Zu damaliger Zeit war Rixdorf vorwiegend ein Arbeiterwohngebiet mit ständig wachsendem Zuzug. Günstige Mieten und der besondere Ruf wegen des legeren bis wüsten Treibens in Rixdorfer Gaststätten ließen die Bürgerschaft zwischen 1875 und 1905 rasch von 15.000 auf 150.000 Einwohner anwachsen. Und dort hiess es saufen, rauchen, schwofen, raufen und der Wolllust fröhnen. Besonders der Gassenhauer "Der Rixdorfer" von 1889 machte die Stadt weit über Berlin hinaus bekannt. Dabei hatten sich die Rixdorfer Gemeindevertreter über Jahrhunderte hinweg Mühe gegeben, aus ihren Bürgern rechtschaffene, ordentliche, gläubige und kaisertreue Bürger zu machen - aber vergebens!
Nach Ertönen der Feierabendpfeife strömten die Rixdorfer in ihre Kneipen, Biergärten und Tanzsäle. "Erstmal 'ne Molle und 'nen Korn" und schon sah die Welt ganz anders aus. Nur manchmal dauerte es mit der Bestellung, weil die Bedienung mal kurz mit dem unverheirateten Jungarbeiter im Hinterzimmer verschwunden war.
Tanzendes Paar, Heinrich Zille
(Quelle: esperanto berlin)
Rixdorf war berühmt für das Pläsier und immer mehr Menschen wollten Rixdorfer sein. Viele neue Wohnungen entstanden und so auch viele neue Tempel des Durstes und der Lust. Dann kamen auch noch die Lichtspielhäuser dazu, in denen man für wenig Geld halbnackte indische Tempeltänzerinnen im Harem des Sultans bewundern konnte.
Dass man hier gut und billig feiern konnte, sprach sich schnell in den Kasernen rings um das Tempelhofer Feld sowie in den umliegenden Dörfern und Stadtgemeinden von Spandau bis Köpenick herum. Und alle kamen, um zu feiern und zu trinken. Nur wenn die Fremden frech wurden, bekamen sie eins auf die Nase und wurde heimgeschickt.
(Quelle: facettenneukoelln)
In ihrer Verzweiflung über diese unhaltbaren Zustände griffen die Rixdorfer Stadtväter zum letzten Mittel - sie wollten Rixdorf mit seinem schlechten Ruf einfach abschaffen.
So baten sie seine Majestät, den Kaiser von Deutschland und König von Preußen, Wilhem den Zweiten, Rixdorf in Neukölln umbenennen zu dürfen. Früh tauchten die verschiedensten Vorschläge auf: "Richardstadt", Hermannstadt, "Wilhelmstadt" oder "Neu-Treptow", aber auch "Rixau", "Rixstadt" oder "Rixford" fanden aber lange Zeit kein wirkliches Interesse.
Erst am 18. Januar 1912 beschloss die Rixdorfer Stadtversammlung eine Umbenennung von Rixdorf in Neukölln. An seinem Geburtstag, den 27. Januar 1912, übermittelte Kaiser Wilhelm II. dem Oberbürgermeister Curt Kaiser in einem Telegramm die Genehmigung zur Namensänderung.
(Quelle: Museum Neukölln)
Doch trotz Umbenennung bleib alles beim Alten. Die Stadtväter, später die Bezirksverantwortlichen von Neukölln, ließen sich zwar noch einiges einfallen, um die Zustände zu ändern, doch mit sehr wenig Erfolg. Nach wie vor kämpfte Neukölln um seinen Ruf.
(Text: Ute von Wiesengraben / Kiez und Kneipe)
Heute allerdings aus anderen Gründen als damals. Der schlechte Ruf kommt nicht mehr vom Feiern. Aber wann ist das passiert? Wann schloss eine Kneipe nach der anderen? Wann wurde aus der einstigen kleinen Flaniermeile Karl-Marx-Strasse ein Spiegelbild südländischer Basare? Und war DAS der Grund, warum keiner mehr nach Neukölln wollte? Zuviele Immigranten und Migranten? Ich weiss es ehrlich gesagt nicht so genau. Etwas Aufschluß in der Richtung gibt einem an dieser Stelle Wikipedia, wie ich beim Schreiben und Recherchieren gerade feststellen durfte.
Aber jenseits von Migrantenproblematiken und einem einst schlechten Ruf denke ich, dass Neukölln gerade wieder am Auferstehen ist. Wie Phönix aus der Asche. Berlin-Mitte und Prenzelberg scheinen langsam ihren Beliebtheitsgrad zu verlieren.
Denn wer sich mal vom Hermannplatz aus zu Fuss Richtung Reuterstraße und weiter zur Weserstraße begibt, dem wird auffallen, das Neukölln wieder im Kommen ist. Kleine aber feine Läden wie das "Tier", die "Schilling Bar", " Ä", "Nanthanja & Heinrich", " Fuchs & Elster" , die "Malena Bar" oder "Freies Neukölln" legen wieder Wert auf Trinkkultur. Einrichtungen wie die "Frankenbier Connection" oder das "BBI" versorgen uns dazu noch kulinarisch und zeigen auf eindrucksvolle Weise, dass man in Neukölln wieder gut essen, trinken und feiern kann.
(Bildquelle: sugarraybanister)
In ehemals Rixdorf ist also wieder Musike...
In diesem Sinne
Euer Jens