Genau hier beginnt auch für mich der Knackpunkt des Ganzen und wir kommen zu der Frage in der Überschrift. Wie ich bereits erwähnte, habe ich auch dieses Jahr wieder auf dem BCB gearbeitet. Genau genommen für Brown-Forman und unser Stand war genau gegenüber von LeGrand Saint . Wer nicht weiß was das ist, das ist ein Sparkling Vodka. Mal abgesehen davon das ich von solchen Produkten nicht viel halte, geht es mir mehr um die Präsentation des ganzen. Da war "Sex sells" die oberste Priorität, sexy bekleidete Damen verteilten Kostproben. Das ganze hatte, mit Verlaub gesagt, schon leichte Tendenzen in Richtung Barzone vor 2 Jahren.
In ähnliche Richtung wie Le Grand Saint ging dann auch Luxury Liqueur. Auch dort war den Ausstellern Glamour und Sex sells wichtiger als alles anderes. Auch war dieses Jahr das erste Mal mit Crunk Energy ein Energizer Drink und mit Braufactum (ebenfalls das erste Mal) Bier, wenn auch ein hochwertiges, aber dennoch ein Bier, vertreten.
Da stellt sich dann für mich die Frage, sollte ein Magazin, das sich seit Anfang an auf die Fahne geschrieben hat für Barkultur zu stehen, wirklich jeden Austeller annehmen? Ich weiß, offiziell gesehen richtet die Bar Convent GmbH diesen Event aus, aber jeder bringt die Mixology damit in Verbindung. Genau aus diesen Grund sollte man meiner Meinung nach auch nicht jede Firma ausstellen lassen! Denn Le Grand Saint,Luxury Liqueur und Crunk Energy Drink stehen für mich nicht gerade für Barkultur. Es wäre wirklich sehr schade, wenn "des Bartenders Weihnacht" seine Wurzeln verliert und eine reine Massenveranstaltung ohne erkennbares Gesicht wird! Dann lieber kleiner aber feiner!
So, das ist meine Sicht der Dinge. Vielleicht seht ihr das ja ganz anders? Jetzt würde mich Eure Meinung interessieren!
Anonyme Kommentare werden konsequent gelöscht. Ich schreibe auch öffentlich und stehe zu meiner Meinung! Zweitens würde es mich wirklich freuen, wenn es konstruktiven Meinungen ohne Beleidigungen wären. Es geht hier nicht um das Runtermachen von irgendwelchen Leuten, sondern um einen Meinungsaustausch.
Bis bald
Thorsten
P.S. Die Idee mit dem Partnerland fand ich übrigens herausragend!
Bis bald
Thorsten
P.S. Die Idee mit dem Partnerland fand ich übrigens herausragend!
Bildquelle: www.
Mixology.eu


vielen dank für deinen bericht/ deine sicht....
AntwortenLöschenOch, mir sind die Glitter-Bling-Porno-Stände ebenso wenig wie Energybrausen oder gar die paar Gourmetbiermenschen mit ihrem (permanent umlagerten!) Standerl zu keiner Zeit negativ aufgefallen. Ganz im Gegenteil. Die zahlenmäßige Zunahme der Aussteller stellt doch auch die Vielfalt der Bar- und Gastrokultur dar. Da müsste man abgeschottete Premiumareas mit geschlossenen Gesellschaften oder unauffindbare "Speakeasys" gleich mitverteufeln. Ob man nun dabei gewesen sein MUSS oder nicht, möchte ich gar nicht beurteilen. Ich glaube aber, keiner der Zurückgebliebenen ist verstorben, weil er nicht in der Bundeshauptstadt zugegen war.
AntwortenLöschenNene. Der BCB 2011 war großartig. Der Erfolg bei den Besuchern gibt dem Konzept Recht und ein Abwägen nach "Arm aber sexy"-Wertung oder "Gute oder böse"-Firma wäre wirklich zu viel verlangt. Das Ganze ist letztlich ja auch ein Wirtschaftsunternehmen.
Wem die große Welle zu stressig und Mixology zu belanglos geworden ist, der kann ja die Publikation wechseln (Es gibt doch noch Alternativen in Deutschland, oder?) und muss sich den BCB eben verknusen.
Mein Wunsch: Wenn der Spaß 2012 in ähnlichem Umfang ablaufen sollte, dann bitte auf 3 Tage aufbohren! Ich hab dieses Jahr trotz geplantem Programm und Anwesenheit ab jeweils 12.00 Uhr (!) nicht alles geschafft.
Na mit dem Sparkling Vodka gebe ich dir Recht, ich glaube allerdings, dass die Veranstalter von der Art der Präsentation ebenfalls ein wenig überrascht wurden...
AntwortenLöschenMan lernt eben von Veranstaltung zu Veranstaltung und kann manche Dinge erst im Reglement für das kommende Jahr berücksichtigen.
Bier ist m.M.n. durchaus nicht fehl am Platz beim BCB und Dinge wie Luxury Spirits erledigen sich im Zweifel von selbst.
Irgendwie ist deine Kritik eine typisch deutsche Attitüde und gleicht der berühmten Suche nach dem Haar in der Suppe.
Nicht, dass sie nicht zulässig wäre, aber die gesamte Ausrichtung des BCB, aufgrund von 2-4 dir unliebsamen Ausstellern (das sind noch nicht Mal 5% Anteil), insgesamt in Frage zu stellen ist doch schon ein wenig absurd, wenn nicht gar polemisch.
Für mich war der BCB 2011 ein riesiges Fest. Braufactum finde ich fantastisch. Ich stehe auch nicht auf Sparkling-Vodka-Hastenichgesehen, aber es war mir auch recht egal. Die vielen, vielen vertrauten Gesichter waren es - wie immer - die den BCB für mich ausgemacht haben.
AntwortenLöschenUnd da ich nicht damit rechne, dass solche Aussteller in Zukunft den BCB dominieren werden - ist's mir latte ;)
Bier gehört in die Bar. Ob in jede ist eine andere Frage. Braufactum hat gutes Bier, wenn auch sehr teuer. Es hat seine Daseinsberechtigung.
AntwortenLöschenIch denke das Publikum muss zeigen was es will.
Gibt es Sparklingwodka nächstes Jahr aufm BCB hats der Firma wohl gefallen. Auf der Rumfest wurden Bacardi und Brugal links liegen gelassen. Das war eine klare Ansage an beide.
Sigurd
Was ich hier schreibe, hat weniger mit den Ausstellern zu tun. Alles hat seine Daseinsberechtigung und der Konsument / Barkeeper entscheidet, was Erfolg haben wird oder nicht.
AntwortenLöschenWas mich aber gestört, oder besser formuliert, teilweise sogar sehr unangenehm aufgefallen ist: es waren diesmal extrem viele "Bartender" strunzenbesoffen unterwegs.
Ebenfalls dass Kollegen beklaut wurden ist eigentlich ein Zeichen von Qualitätsverlust. Ganz grosses Bedauern und Fremdschämen!
Was ich dem Team von Mixology empfehlen würde für die kommenden Auflagen des BCB: eine grössere und übersichtlichere Location! Mir würde auch eine ebenerdige Ausrichtung, ohne Treppen, deutlich besser gefallen.
Das war mein Wort zum Samstag
Kristina
hey thorsten. guter beitrag. ja, es gibt ein paar marken auf der bcb wo mann sich fragt was sie eigentlich da zu suchen haben. mann steckt aber nicht drinne. ich glaube es arbeiten einige menschen fürs convent und es muss alles auch finanziert werden. bei den eintrittspreisen ist mann sicherlich auf aussteller gelden angewiesen. wenn 4-5 platte ständer das günstige eintritt mitfinanzieren würde ich es im kauf nehmen.
AntwortenLöschenmir stört viel mehr die präsenz von promodamen und promoherren auf die bcb. what's the point in walking around with a barrow?! glaubt ihr sicherlich dass ihr damit eine flasche whisky mehr verkauft wird? würde ich ganz klar als messe verbieten.
eine andere sache ist mir aufgefallen die ich neu fand. der jägermeister stand hatte wände. abgesehen von sierra, diageo und bacardi die in architektonisch vorgegebene räumlichkeiten sitzen, war die bcb immer eine grosse piazza. alle ständer waren offen. jägermeister hat als erste marke wände zwischen bar und laufgang aufgestellt. ich fände schade wenn die konzerne anfangen sich zu verschliessen. die bcb war für mich immer ne offene messe. gibts irgendwann dann wie auf konsumgütermessen eintrittsmenschen die vorm stand stehen und selektieren wer rein darf und wer nicht (internorga, bread and butter, ispo...) wenn der stand zu voll ist? das wäre nicht gut. wäre finde ich nicht im sinne des bar convents.
aber im grossen und ganzen. eine tolle veranstaltung. mann spürt schon die leidenschaft die dahinter steht. ich habe in verschiedene branchen schon ein paar dutzend unterschiedliche messen erlebt. das bar convent ist besonders. gute arbeit.
gruss, miguel.
Lieber Sanjay,
AntwortenLöschenjetzt komme ich auch mal zum antworten. Wenn Du Dir den Text mal aufmerksam durchgelesen hättest, hätte Dir eigentlich auffallen müssen. Das ich zum größtenteil positiv vom BCB geredet habe. Ich habe auch nicht die ganze Ausrichtung des BCB in frage gestellt und somit auch keine Polemik betrieben und absurd ist die Frage somit auch nicht. Es war mehr ein Post in Richtung wehret den anfängen. Sind es dieses Jahr laut deiner Rechnug 5%, sind es vielleicht im nächsten schon 10% und im Jahr darauf dann vielleicht schon 20%! Es wäre halt aus meiner einfach schade wenn der BCB sein Gesicht verlieren würde und eine reine Massenveranstaltung wird mit beliebigen Ausstellern!
Zum Thema Bier gebe ich gerade ich Dir natürlich recht, es gehört auf jedenfall in eine Bar! Ich habe das Bier auch deswegen nur als Beispiel genommen weil mir vor 2 Jahren noch gesagt wurde, Bier wollen wir nicht auf dem BCB. Das war der einzige Grund, sonst darf es gerne auch ein bißchen mehr hochwertiges Biersein, solange es nicht Schöfferhofer Grapefruit und co. ist.
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AntwortenLöschenIhr Lieben Diskutierer,
AntwortenLöschennormalerweise halte ich mich aus solchen Diskussionen gerne raus, muss mich aber nun doch mal äussern. Ich bin der Meinung dass bei allen positiven wie auch negativen Dingen die über die Messe sowie auch über die Veranstalter hier geäussert werden immer auch bedacht werden muss, dass diese Messe nach 5 Jahren immer noch in den Kinderschuhen steckt.
Jährlich ist sie gewachsen, jährlich wurden Fehler gemacht und das ist einfach nur menschlich. Ich bin ein stiller Beobachter von Anfang an und finde dieses Team herausragend, denn: sie haben es geschafft keinen Fehler (zumindest offensichtlich) 2 mal zu begehen.
Bei jeder Messe wird das Team vor neue Herausforderungen gestellt die in dieser Form in den Jahren vorher nicht abzusehen waren.
Ihr äussert Euch über das Bier auf der Messe, da kann ich nur den Kopf schütteln. Wir sprechen ja nicht über die großen Bierkonzerne, sondern über Spezialitäten. Habt Ihr wirklich so wenig Vertrauen in die Veranstalter dass hier nun schon von einem gruseligen Biermischgetränk die Rede ist? Dies sehe ich schon fast als Beleidigung.
Glitzer Glitter Porno Stände finde ich auch nicht schön, meine Konsequenz war, ich habe diese Stände nicht besucht. Doch auch hier stellt sich die Frage: Wo fängt denn Porno an? Die Whiskeymädels sind ja auch immer nicht ganz ohne, das scheint aber offensichtlich kein Problem zu sein!
Als Veranstalter einer Messe hat man nicht immer Einfluss auf das was die Aussteller so treiben, es ist unmöglich alle Eventualitäten vertraglich im Vorfeld auszuschalten. Und wie SKOERPER schon so schön gesagt hat, wir sprechen hier von einem Wirtschaftsunternehmen.
Dann haben wir noch das Argument mit den betrunkenen Barkeepern. Vor vielen Jahren haben die ganzen Spirituosenfirmen begonnen sich von den großen Messen (Anuga, Intergastra, Internorga) zurückzuziehen aus genau diesem Grund, mir jedoch stellt sich die Frage: wer genau ist denn Schuld an den betrunkenen Besuchern? Meiner Ansicht nach die Ausschenkenden selbst. Keiner möchte gerne zu einem offensichtlich Betrunkenen sagen: Sorry aber es ist wohl besser wenn Du nichts mehr trinkst. Genau dieser Gast geht evtl vom Stand weg und sagt: Ich werde von Euch nichts kaufen. Auch hier ist der Spagat schwierig, kennen wir das nicht alle von unserer Arbeit?
Kleines Beispiel: Auf einer großen Messe am Stand eines Fertigcocktailherstellers wurden alkoholische Cocktails auch an offensichtlich Minderjährige ausgeschenkt. Auf meine Frage warum dies nicht kontrolliert wird bekam ich von der Hostess die Antwort: Wir haben hier so viel zu tun, darauf kann ich nicht auch noch achten! Soviel zum Thema: Verantwortungsvoller Umgang und so.
Ich werde weiterhin im Oktober gerne nach Berlin fahren, still und mit Freuden beobachten wie diese Messe wächst und vorallem jährlich besser wird. Über das Thema Rum konnte ich mich in diesem Jahr schon vorher informieren und hatte somit genügend Zeit mich um alle anderen Themen während des BCB zu kümmern. Mir war´s Montags auch zu voll, dafür kann ich aber nicht ernsthaft irgendjemanden verantwortlich machen.
Neue Location? Da höre ich schon jetzt die Stimmen im nächsten Jahr: Ach früher war doch alles besser.
An die Macher des BCB: Ich danke Euch dass Ihr diese Messe macht, dicker Daumen hoch und weiter so!
Eure Bine
Liebe Bartendergemeinde,
AntwortenLöschenich bin mir sicher, dass sich all diejenigen, die das BCB organisieren, die Gedanken, die hier angesprochen werden, entweder schon gemacht haben oder jetzt den Anstoss dazu erhalten haben. Aus diesem Grund macht eine solche Diskussion natürlich auch Sinn. Allerdings sollte man die Kritikpunkte schon genau abwägen. Wir halten fest, dass ein Magazin wie die Mixologie (ich bitte darum, mich nicht auf diese Formulierung festzunageln, aber die Verbindung ist ja effektiv vorhanden)natürlich anfänglich ein auf einen kleinen Personenkreis ausgerichtetes Magazin war. Aufgrund des grossen Erfolges, der ohne Zweifel zurecht eingetreten ist, ändern sich die Rahmenbedingungen. Somit wird natürlich das Interesse der Industrie an diesem Erfolgsformat immer größer - auch auf einem BCB. Man erreicht diejenigen, die man erreichen will - auf den Punkt, kompetent und zeitgemäß in Szene gesetzt. Und genau hier kommt der Faktor "Wirtschaftsunternehmen" ins Spiel. Letztendlich geht es, wie auch in den meisten Bars, darum, Geld zu verdienen und Umsätze zu generieren. Dieses allerdings möglichst mit der Einstellung zum Thema Bar, wie sie auch in den Anfangsjahren zu finden war. Das ist eine Gradwanderung und naturgemäß passieren dabei Fehler. Aber in der Location vorhandene Treppen können hier wirklich nicht der Punkt sein. Auch die "angetrunkenen" Bartender - wir arbeiten nun einmal mit Alkohol und da sind solche Erscheinungen vielleicht in den Augen des einen oder anderen nicht angenehm, aber dennoch als normal anzusehen. Wer in der Bar arbeitet, wird diese Erfahrung sicherlich schon einmal gemacht haben - das gehört dazu und ist, wenn ein gewisser Rahmen nicht verlassen wird, auch nicht wirklich erwähnenswert. Abgesehen davon wird aus meiner Sicht schon viel zu viel reglementiert und vorgeschrieben und der eine oder andere trinkt einen Drink zu viel - shit happens. Lasst doch die Leute, so lange sie niemanden wirklich stören, ihren Besuch auf dem BCB so gestalten, wie sie es für richtig halten. Wer damit ein grundsätzliches Problem hat, der sollte vielleicht über eine andere Tätigkeit nachdenken. Ich arbeite ja auch nicht in der Notaufnahme und beschwere mich über die vielen Kranken oder Verletzten. Wer Alkohol verkauft oder ausgibt, der muss mit solchen Vorkommnissen rechnen und wer das BCB besucht, der muss ebenfalls damit rechnen, denn es ist eine Barmesse.
Ich wünsche den Organisatoren für dieses Erfolgsformat weiterhin Weitsicht und das Gespür, die richtigen Reizpunkte und Neuerungen immer rechtzeitig zu erkennen und das BCB immer weiter zu entwickeln. Ich freue mich auf das nächste Jahr.
Euer Alex